Gesundheit im Alltag – ein dynamischer Prozess

Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Sie ist nicht statisch, sondern formbar – sie reagiert auf das, was wir täglich tun oder lassen.

Im Modell der Salutogenese (lateinisch salus = Gesundheit, griechisch genesis = Entstehung; also „Entstehung von Gesundheit“) ist das Gesundheitskontinuum zentral – ein Verlauf zwischen Gesundheit und Krankheit, auf dem wir uns bewegen. Unser Platz auf diesem Kontinuum verändert sich fortlaufend – abhängig davon, wie wir leben, essen, schlafen, denken und mit Belastungen umgehen.

Gesundheit muss aktiv gestaltet werden. Sie entsteht nicht von selbst. — Dr. Eric Berg — amerik. Internist

Das Spannende daran: Wir können den Grad unserer Gesundheit aktiv beeinflussen. Unsere Gene spielen dabei – wie man heute weiß – nur eine erstaunlich kleine Rolle. Viel entscheidender sind unsere täglichen Entscheidungen: Bewegung, Ernährung, Schlaf, Resilienz, soziale Beziehungen, mentale Ausrichtung und viele Faktoren mehr. All das verschiebt unseren Platz auf dem Gesundheitskontinuum – Schritt für Schritt.

Wer versteht, wie Gesundheit entsteht, kann sie bewusst stärken, denn Prävention beginnt im gesunden Moment. — Robert Walch — Gesundheitstrainer

Im Zentrum steht dabei die Selbstwirksamkeit – das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, durch bewusstes Handeln positive Veränderungen zu bewirken. Angewandte Salutogenese heißt, vom passiven Patienten zum aktiven Gestalter der eigenen Gesundheit zu werden – und damit auch das eigene Selbstwertgefühl zu stärken.